OLI.RI-Forderung: Glyphosat-Verbot im Ries!

04. Dezember 2017  Darum gibt es uns

Die offene LINKE.Ries e.V. fordert heute alle Städte und Gemeinden im Ries auf, selbst  konsequent und nachhaltig ein Verbot von glyphosathaltigen Mitteln auf kommunaler Ebene durchzusetzen.

Begründung:

Glyphosat ist ein Pflanzengift. Es schädigt das Bodenleben und fördert krankheits-erregende Pilze. Das Pestizid beeinträchtigt die Aufnahme von Mikronährstoffen sowie die Krankheitsabwehr der Pflanzen und mindert den Ertrag.

Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft.

Die Aufnahme des Wirkstoffes Glyphosat wirkt für Bienen als auch für andere Insekten tödlich.

Das dramatische Insektensterben der letzten Jahre ist u.a. auf den Einsatz von Glyphosat zurückzuführen und hat laut mehrerer wissenschaftlicher Studien katastrophale Wirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion.

Nach der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat auf EU-Ebene durch den Alleingang von Minister Christian Schmidt (CSU) liegt es insbesondere an den Kommunen, das Vorsorgeprinzip für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung sowie den Schutz von Flora und Fauna aufrecht zu erhalten.

Städte wie Dachau, Koblenz oder Dresden haben ein Verbot von Glyphosat auf ihren Flächen bereits erfolgreich umgesetzt. Das Nördlinger Ries sollte ebenfalls eine Vorreiterrolle für Umwelt-und Klimaschutz einnehmen.


Ein Kommentar zu „OLI.RI-Forderung: Glyphosat-Verbot im Ries!”

  • Wolfi sagt:

    Bei 80 % Prozent Totalverlust der heimischen Insektenvielfalt und weiter maßlosen Einsatz von Giften zwecks kurzfristiger Erhöhung der Maisvielfalt um es zu Verstromen kann man von Raubbau auf Kosten der nächsten Generationen sprechen. Zunehmende Allergien sind natürlicher Ausdruck industrieller Landwirtschaft, die immer weniger Großbauern mit größeren Maschinenaufwand und Dienstleistern als Personal zu einträglichen Auskommen verhilft (ab ca.mindestens 100 ha). Die Ihnen anvertrauten Ackerböden und noch wenigen Wiesen werden gut erkennbar zunehmend in Abfallhalden für Überdüngungen und Vergiftungen missbraucht.
    Bei schlechteren Böden sind dann auch noch paradoxerweise die Bodenpreise gestiegen, was kleineren Höfen kaum noch wirtschaftlich Leben lässt. Und zu guter Letzt, eine subventionierte Überproduktion in der Landwirtschaft die politisch Erzeugt ist aus Wahl taktischen Gesichtspunkten die sich Selbst den Preis kaputt macht. Dummheit und Gier hat Namen und Anschrift was allerdings seit Jahrzehnten keine Konsequenzen hervor gebracht hat. Schade eigentlich.

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