Nachlese zur gKU – Patientenzimmerschliessung

15. Januar 2018  Darum gibt es uns

13.01.2018, ab 9:30 bis 15:00 in Nördlingen und Donauwörth:

Rote Fahnen an der Donau-Ries-Klinik

hatte die Offene Linke Ries am Samstag gehisst, um Patienten und Besucher auf den real existierenden Pflegenotstand in Form von Personalmangel und Stationsschließungen hinzuweisen, über den in Ihrer Zeitung auch schon ausführlich berichtet wurde.

Wir konnten Patienten und deren Besucher über die wirtschaftlichen und politischen Ursachen der Sparsamkeit an falscher Stelle informieren: Stichwort “Schwarze Null”, und auf den eindeutig bewiesenen Zusammenhang zwischen der Anzahl zu Betreuender pro Pflegekraft und der Sterberate in Krankenhäusern hinweisen.

Schon am Vormittag hatte der krankenhauspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, MdB Harald Weinberg, an unserem Infostand in der Nördlinger Fußgängerzone klare Worte dazu gesagt:

„Es wurde noch nie so wenig in Krankenhäuser investiert wie in den letzten Jahren. CDU/CSU und SPD haben mittels der Schuldenbremse die mangelhafte Investitionsfinanzierung auf Dauer festgeschrieben“

Dazu Weinberg weiter:

 „Die Krankenhäuser in Deutschland sind unterfinanziert, weil die Länder ihren Verpflichtungen zur Finanzierung der Ausstattung nicht nachkommen können. Der Investitionsstau wird auf 50 Mrd. Euro geschätzt.
Dringend nötig wäre, die Länder finanziell in die Lage zu versetzen, Krankenhäuser adäquat ausstatten zu können. Dazu könnte der Bund auch einen eigenen Beitrag leisten.
Das Gegenteil ist der Fall: Seit rund 20 Jahren setzt die Bundespolitik die Krankenhäuser einem ungeheuren wirtschaftlichen Druck aus. Mehrfache Budgetkürzungen und die Einführung von diagnosebezogenen Fallpauschalen haben den Kosten- und Wettbewerbsdruck enorm erhöht.
Unausgesprochen verfolgt die Bundesregierung damit das Ziel, eine Strukturbereinigung in der deutschen Krankenhauslandschaft durchzusetzen, also über den Wettbewerb die Zahl der Krankenhäuser zu vermindern.
Damit muss Schluss sein. Statt auf einen ruinösen Wettbewerb zu setzen, muss sich die Krankenhauspolitik am Gemeinwohl orientieren.“

 


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